Terrarientiere

 

Schon immer hatten Menschen das Bedürfnis, Tiere in ihrer häuslichen Umgebung zu pflegen. Anfangs handelte es sicherlich um Tiere, die einen gewissen Nutzen für den jeweiligen Pfleger bieteten wie z.B. Nahrung, Schutz oder Hilfe beim Transport von Gütern. Im Verlauf der Zeit trat der wirtschaftliche Nutzen jedoch immer weiter in den Hintergrund. Heute hält der größte Teil der Menschen in den Industrienationen Haustiere aus anderen Gründen. Für die Einen sind Haustiere zu Wegbegleitern, ja quasi zu Familienmitgliedern geworden. Andere haben Freude daran, ihr natürliches Verhalten zu beobachten, sie zu füttern, ihnen beim Aufwachsen zuzusehen und sie zu vermehren. Wie vielfältig die Gründe auch sein mögen, Fakt ist, dass Haustiere zu einem unverzichtbaren Teil des menschlichen Daseins geworden sind.
In der Tierhaltung spielt die Terraristik eine besondere Rolle. Der Ursprung für dieses Hobby liegt in der Aquaristik, und nicht selten haben Terrarianer (und zu denen gehöre ich auch) am Anfang ihrer “Tierpflegerkarriere” ein Aquarium besessen. Anders als die Aquaristik erfordert die Terraristik jedoch ein hohes Maß an Wissen über Tierernährung, Technik und Bedürfnisse des jeweiligen Pfleglings. Reptilien und Amphibien verzeihen ein Unwissen in der Haltung selten, was unweigerlich zu Elend für das Tier und im Extremfall zum Tode führt. Trotz aller Schwierigkeiten erfreut sich die Terraristik in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Terraristikbörsen schossen eine Zeit lang wie Pilze aus dem Boden, und die weltweitgrößte Börse für Terraristik findet ebenfalls in Deutschland statt. Die Auswahl an Terrarientieren ist unglaublich groß geworden, dennoch wird im Vergleich zu den in freier Wildbahn vorkommenden Arten nur ein verschwindend geringer Anteil in internationalen Terrarien gehalten. Klassische Terrarientiere sind Reptilien und Amphibien. In letzter Zeit nimmt die Zahl der Liebhaber von Wirbellosen wie Insekten und Spinnen jedoch immer weiter zu. Ein Vorteil in der Haltung von Wirbellosen ist der geringere Platzbedarf und die häufig einfachere Haltung. Es dürfte spannend sein zu beobachten, wie sich die Terraristik in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Auf den folgenden Seiten möchte ich Informationen über verschiedene Echsen, Schlangen, Vogelspinnen, Insekten und Skorpione veröffentlichen, die relativ häufig in Terrarien gepflegt werden. Obwohl ich sehr viele dieser Tier selbst gepflegt habe oder immer noch pflege, wird jeder verstehen, dass kein normaler Mensch alle diese Tiere gehalten haben kann. Bei den Tieren, die ich besser kenne, kommen die Informationen aus erster Hand, bei allen anderen sind die Informationen aus meiner umfangreichen Literatur zusammengetragen, oder die jeweiligen Tiere werden von Freunden gehalten, die ihr Wissen freundlicherweise hier preisgeben.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Reptilien

Echsen
Schlangen
Schildkröten

 

Amphibien

Schwanzlurche
Froschlurche

Spinnentiere

Vogelspinnen
Skorpione

 

Literatur

NIETZKE, G. (1980): Die Terrarientiere. - Stuttgart (2 Bände)

 

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