Terrarien

Wüstenterrarium

Beispielhafte Terrarien

Feuchtterrarien
Trockenterrarien

 

Terrarien und die Terrarisitik im Allgemeinen sind wie die Namen schon implizieren eng miteinander verbunden. Alle unsere Pfleglinge, egal ob es sich um Reptilien, Amphibien oder Insekten handelt, brauchen ein Behältnis, das ihnen sowohl in der Einrichtung aber auch im Klima und der Beleuchtung ein kleines Stückchen ihres natürlichen Lebensraums bietet. Nur wenn alle genannten Voraussetzungen erfüllt sind, ist eine artgerechte und erfolgreiche Haltung möglich.
Genauso unterschiedlich wie die einzelnen Terrarienbewohner sind, sind auch ihre Lebensräume sehr variabel. Einige Tiere leben in ausgeprägten Trockengebieten mit nur sehr wenig Regen, während andere Feuchtgebiete bevorzugen. Auch innerhalb dieser Gebiete gibt es deutliche Unterschiede. Einige Gebiete weisen z.B. jahreszeitliche Klimaschwankungen auf, während in anderen Gebieten ein über das Jahr stabiles Klima herrscht. Grundvoraussetzung für die richtige Terrarienwahl ist also, dass man sich über den Herkunftsort des jeweiligen Tieres genau informiert hat.

Terrarienformen

Terrarien können grob in Trocken- und Feuchtterrarien unterteilt werden. Diese werden noch in weitere Gruppen eingeteilt:

Trockenterrarien

  • Sandwüste
  • Steinwüste
  • Halbwüste
  • Steppe
  • Mediterran

Feuchtterrarien

  • Regenwald (Sonderform Paludarium)
  • Moorterrarium
  • Aquaterrarium (Sonderform Riparium)
  • Aquarium

Als nächstes lassen sich die genannten Terrarien noch in Terrarien für Baumbewohner und Bodenbewohner unterteilen. Es versteht sich von selbst, dass man z.B. einem Kronengecko (Rhacodactylus ciliatus), der fast sein ganzes Leben auf Bäumen verbringt und so gut wie nie einen Fuß auf den Boden setzt, ein Terrarium bietet, das eine größere Höhe als Bodenfläche hat, während man z.B. einem Feuersalamander (Salamandra salamandra), der nie einen Baum erklettern wird, mehr Bodenfläche als Höhe anbietet.

Terrarientechnik

Hat man sich für ein Terrarium passend zum Tier entschieden, muss man sich nun Gedanken über das Klima und die Beleuchtung machen. In den letzten Jahren hat sich eine ganze Industrie entwickelt, die speziell für die Terraristik zugeschnittene Heizelemente, Regenanlagen und Lampen herstellt. Die Auswahl ist enorm, und auch hier gibt es Produkte, die für Tiere aus bestimmten Regionen optimiert wurden. So gibt es z.B. Lampen mit unterschiedlichem UV-Anteil und auch unterschiedlicher Wattzahl. Tiere aus Wüsten sind einer intensiveren Sonnenbestrahlung ausgesetzt als Tiere aus dem Regenwald und benötigen deshalb meist stärkere Lampen.

Terrarieneinrichtung

Als letztes Element nach der Terrarientechnik folgt die Terrarieneinrichtung. Die richtige Einrichtung eines Terrariums ist für den Bewohner mindestens genauso wichtig wie die beiden vorgenannten Punkte. Ein schön eingerichtetes Terrarium ist aber auch ein Blickfang und Highlight in jedem Wohnzimmer, an dem sich der Pfleger jeden Tag erfreuen kann. Manche Terrarien sind eine so faszinierende Kopie der Natur, dass die Tiere gelegentlich zur Nebensache werden können.
Zu einer optimalen Einrichtung gehört der richtige Bodengrund. Um eine größere Bewegungsfläche zu schaffen benötigt man außerdem Pflanzen und Äste für baumbewohnende Arten, während man Bodenbewohnern z.B. Wurzeln, Korkröhren und Steine bietet, die auch als Versteck genutzt werden. Zur Einrichtung gehören aber auch Trinkschalen und Wasserschalen, in die sich manche Arten zum Baden hineinlegen. Ein besonders wichtiges Element für die Optik aber auch für die Bedürfnisse kletternder Arten ist die Rückwand. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Gestaltung. Man kann z.B. Fertigrückwände einkleben. Diese gibt es aus Naturmaterialien aber auch aus Kunststoff. Man kann eine Rückwand mit etwas Geschick auch selbst bauen. Eine Anleitung dazu gibt es auf Biotropics.com.

 

Literatur

HENKEL, F.-W. & W. SCHMIDT (1997): Terrarien. Bau und Einrichtung - Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 168 S.

SCHNEIDER, F. (1984): Die Pflanzen des Terrariums. - Albrecht Philler Verlag, Minden, 110 S.

 

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Web Biotropics.com