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Goldstaub-Taggecko

Phelsuma laticauda (BOETTGER, 1880)

 

Das Epitheton setzt sich aus den lateinischen Wörtern “latus” = breit und “cauda” = Schwanz zusammen. Es bezieht sich auf den breiten Schwanz der Tiere. Die Unterartbezeichnung “angularis” kommt ebenfalls aus dem Lateinischen und leitet sich von “angulus” = Winkel ab. Es bedeutet so viel wie “mit einem Winkel versehen”. Der Name bezieht sich auf die winkelförmige Zeichnung auf dem Rücken.

engl.: Gold Dust Day Gecko, Broad-Tailed Day Gecko

 

Schutzstatus

Anhang B der EGVO-Nr. 338/97. Da der Goldstaub-Taggecko mittlerweile jedoch in Deutschland häufig nachgezüchtet wird, ist seit Januar 2005 die Meldepflicht entfallen. Dennoch braucht man gültige Papiere, mit Hilfe derer man im Zweifelsfall nachweisen kann, dass es sich tatsächlich um in Deutschland gezüchtete Tiere handelt.

Preiskategorie

Mittlere Preiskategorie. Im Internet kann man junge Goldstaubtaggeckos schon ab 25 Euro kaufen. Leider kann man dann noch nicht genau erkennen, wie sich die Farben entwickeln. Adulte Tiere kosten ca. 60 Euro.

Schwierigkeitsgrad

Mittel. Die Haltung und Zucht ist nicht so schwierig und sollte jedem erfahrenen Terrarianer gelingen. Hohe Ansprüche an Lichtqualität. Bei zu wenig Fingerspitzengefühl verfetten die Tiere.

 

Beschreibung

Phelsuma laticaudaDer Goldstaub-Taggecko wurde 1880 von BOETTGER als Pachydactulus laticauda beschrieben und 5 Jahre später von BOULENGER zu Phelsuma laticauda umbenannt. Diese Art gehört neben dem großen Madagaskar-Taggecko (Phelsuma grandis) zu den bekanntesten und beliebtesten Taggeckos. Man kann ihn recht häufig in Zoogeschäften und von Züchtern erwerben. Wie alle Phelsumen ist auch der Goldstaubtaggecko geschützt, weshalb man immer darauf achten sollte, dass man Tiere mit allen nötigen Papieren erwirbt.
Die Tiere bewohnen typischerweise die feuchten Küstenregionen im Norden Madagaskars, wo sie ihren Lebensraum z.T. mit Phelsuma grandis teilen. Phelsuma laticauda bevorzugt laut RÖSLER (1995) Palmen und Bananenstauden als Habitat, kommt aber als Kulturfolger auch häufig in menschlichen Siedlungen vor. HALLMANN et al. (2008) berichten, dass diese Geckos nicht besonders wählerisch sind in der Auswahl ihres Lebensraumes. TRAUTMANN sagt dazu: “...So fand ich die Tiere auf Nosy Be sehr zahlreich an einem schmiedeeisernen Zaun eines Hotels, aber auch am Rande des Lokobe-Waldes auf verwilderten Bananenpflanzen sowie am Straßenrand in Sisal-Agaven.” Ihre Anpassungsfähigkeit stellen die Goldstaub-Taggeckos sehr eindrucksvoll zur Schau. So hat sich auf Hawaii eine stabile Population aus eingeschleppten Tieren gebildet. Man könnte sagen, dass dort mittlerweile die größte Population außerhalb von Madagaskar lebt.

Phelsuma laticauda im natürlichen HabitatGoldstaub-Taggeckos können eine Länge von 130 mm erreichen, wobei der breite und abgeflachte Schwanz etwa so viel misst wie die Kopf-Rumpflänge. Auch hier bleiben die Weibchen generell kleiner als die Männchen. Die Zehen sind mit Haftlamellen versehen, was den Tieren ermöglicht, an glatten Wänden mühelos entlangzuklettern. Der “Daumen” an allen Füßen ist, wie es für Taggeckos typisch ist, unterentwickelt. Phelsuma laticauda ist einer der buntesten Taggeckos. Die Grundfarbe ist ein sattes, leuchtendes Grün. Die meisten Schuppen am Schwanz sind gelb. Weiterhin sind am Kopf, Hals und vorderem Oberkörper viele gold-gelbe Schuppen eingestreut. Es sieht so aus, als wäre der Gecko mit Gold bestäubt worden, daher der deutsche Name. Auf dem Kopf findet man von der Schnauze bis hinter den Augen zwei bis drei querverlaufende rote Streifen. Auf dem Rücken der Tiere kann man meist drei große, längliche rote Flecken sehen, denen sich zum Schwanz hin weitere kleinere rote Flecken anschließen. Um die Augen herum sind die Geckos häufig blau gefärbt. Die Unterart P. l. angularis unterscheidet sich von der Nominatform dadurch, dass bei ihr die Flammenzeichnung am Rücken dreieckig ist. Die Spitze des Dreiecks zeigt dabei in Richtung Kopf. Nicht selten findet man bei der Unterart P. l. angularis wunderschön blau gefärbte Exemplare. Wildfänge des Goldstaub-Taggeckos sind häufig intensiver gefärbt als Nachzuchten. Die Unterart P. l. angularis bleibt mit einer Maximalgröße von 115 mm geringgradig kleiner, und auch der Körperbau ist schlanker. Das Verbreitungsgebiet beider Subspezies wird durch das Manongarivo-Massiv im Norden Maromandias getrennt (HALLMANN et al. 2008).

Goldstaub-Taggeckos sind sehr scheu, deshalb sollte man sich ihnen nur behutsam nähern, wenn man sie nicht gleich verscheuchen will. Mit der Zeit gewöhnen sie sich jedoch an den Pfleger und nehmen sogar Futter von der Pinzette an.

Geschlechtsunterschiede

Bei den Männchen findet man an der Unterseite der Oberschenkel deutlich sichtbare Präanofemoralporen. An diesen Poren kann man manchmal wachsartige Absonderungen erkennen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Körpergröße. Meistens sind die Männchen deutlich größer. Bei den Weibchen kann man wiederum Schwellungen am Hals seitlichen erkennen. Das sind die Kalkspeicher des endolymphatischen Systems.

Unterarten

  • Phelsuma laticauda laticauda (BOETTGER, 1880)
  • Phelsuma laticauda angularis MERTENS, 1964

Verbreitung

P. l. laticauda: NW Madagaskar, Nosy Bé, Nosy Mitsio, Komoren [Anjouan und Mayotte (MEIER 1980)], Seychellen [Farquhar, Cerf (CHEKE 1981)]. Die Art wurde nach Hawaii verschleppt (MCEOWN 1996). Die Typuslokalität ist Nosy Bé.

P. l. angularis: NW Madagaskar (Antsohihy, Befotaka, Maromandia). Typuslokalität ist Antsohihy östlich von Baie de Narinda.

 

Haltung im Terrarium

Terrarium

Nach den Mindestanforderungen für die Haltung von Reptilien muss man einem Pärchen ein Terrarium mit einer Größe von 6 x 6 x 8 x der Kopf-Rumpf-Länge des größten Tieres anbieten. Bei einer maximalen KRL von 65 mm entspricht das einem Terrarium mit den Maßen von 39 x 39 x 52 cm. Meiner Erfahrung nach brauchen Goldstaub-Taggeckos tatsächlich kein allzu geräumiges Terrarium. SEUFER (1985) empfahl seinerzeit für ein Pärchen eine Terrariengröße von 40 x 20 x 30 cm (L x B x H), was sicherlich zu klein ist. JES (1988) empfahl 30 x 30 x 40 cm. HENKEL & SCHMIDT (1991) erwähnen 40 x 40 x 60 cm für ein Pärchen. HESELHAUS (1983) hielt ein Pärchen in 60 x 40 x 60 cm großen Terrarien. Ich habe mein Pärchen lange Zeit sehr erfolgreich in einem Terrarium mit einer Größe von 35 x 30 x 45 cm gehalten. Oben auf dem Dach des Terrariums ist eine mittig angelegte Entlüftung. Vorne am Terrarium ist auch eine Lüftung angelegt. Obwohl von vielen Haltern eine Haltung mit einer möglichst großen Frischluftzufuhr propagiert wird, habe ich bei meinen Tieren keine negativen Folgen erkennen können. Bei Terrarien der oben genannten Größe sollten nicht mehr als 2 Tiere zusammengehalten werden, da die Tiere sich untereinander aggressiv verhalten.

Beleuchtung

Phelsuma laticaudaDer Goldstaub-Taggecko gehört zu den sonnenhungrigen Phelsumen. Wenn man seine Taggeckos in voller Farbenpracht sehen will, sollte man das Terrarium am besten so hell wie möglich gestalten. Auch eine UV-Bestrahlung wird bei diesen Taggeckos empfohlen. Zusätzlich zu einem Wärmespot verwendet man je nach Terrariengröße mindestens eine Leuchtstoffröhre. Meine Tiere erstrahlten normalerweise immer in vollem Glanz, obwohl ich keine UV- Lampen im eigentlichen Sinne verwende. Ich habe mir eine handelsübliche 20 Watt Halogenbirne genommen und habe bei dieser das UV- Schutzglas entfernt. Dazu muss man das Glas vorsichtig kaputtschlagen und die Splitter sorgfältig entfernen. Diese Birne diente als Wärme- und UV-Quelle. Es gibt jedoch mittlerweile eine Vielzahl an speziellen Leuchtmitteln für die Terraristik. Für Goldstaubtaggeckos empfehlen sich z.B. HQI-Stahler, die ein besonders helles und dem Tageslichtspektrum sehr ähnliches Licht abgeben. Diese Leuchten eignen sich jedoch vornehmlich für größere Terrarien und sollten aufgrund der starken Hitzeentwicklung am besten außerhalb des Terrariums angebracht werden. Alternativ kann man Speziallampen mit mittelhohem UV-Anteil wie z.B. die Brightsun UV Jungle von Lucky Reptile oder ähnliches verwenden. Auch diese Lampen sollten wegen der Verbrennungsgefahr außerhalb des Terrariums angebracht werden. Bei einer Installation im Terrarium ist die Anwendung eines speziellen Schutzkorbes (Werbung M&S Reptilien) sehr empfehlenswert. Außerhalb des Terrariums hatte ich noch eine ehemalige UV- Leuchtstoffröhre angebracht. Da diese aber schon sehr alt war und zwischen den Tieren und der Röhre Glas lag, kann man den UV-Effekt der Röhre vernachlässigen. Im Sommer bleibt das Licht 14 Std. und im Winter 10 Std. am Tag an. Ein Freiluftaufenthalt in einem Gazeterrarium ist zu empfehlen, sofern die Wetterverhältnisse es zulassen.

Temperatur

Die mittlere Jahrestemperatur im Lebensraum von Phelsuma laticauda laticauda auf Nosy Be liegt bei 25,9 °C und schwankt über das nur um 4 °C. Im Verbreitungsgebiet von P. l. angularis liegt die mittlere Jahrestemperatur bei 27 °C. JES (1988) empfiehlt in der Terrarienhaltung eine Temperatur von 26-30 °C tagsüber und von 18-23 °C nachts. SEUFER (1985) empfiehlt 24-28°C tagsüber und 18-20 °C nachts, wobei wohl auch Temperaturen von 15 °C vertragen werden. HENKEL & SCHMIDT (1991) berichten über lokale Temperaturen von 35 °C. Die Nachttemperatur darf auf 20 °C absinken. HESELHAUS (1983) spricht von 25 bis 28 °C tagsüber, wobei in Nähe der Beleuchtung 35 °C erreicht werden können, und von 18-20 °C in der Nacht. In meinem Terrarium herrschte im Sommer eine Temperatur von ca. 30 °C. Unter dem Halogenspot in einem Abstand von ca. 10 cm habe ich ein Bambusrohr befestigt, auf dem sich die Tiere in den Wintermonaten, wenn es kühler ist, gerne sonnen. Dort herrscht eine Temperatur von ca. 38-40 °C, das ist auch nötig, da die Tiere laut Felduntersuchungen eine Körpervorzugstemperatur von 35-37°C haben.

Luftfeuchtigkeit

HALLMANN et al. (2008) berichten, dass im Herkunftsgebiet von P. l. laticauda ein feuchtheißes Küstenklima mit einem Jahresniederschlag von 2232 mm herrscht, wobei der meiste Regen im madagassischen Sommer fällt. Im Lebensraum von P. l. angularis fällt mit 1500 mm deutlich weniger Niederschlag. JES (1988) empfiehlt eine Luftfeuchtigkeit von 50-70%. HENKEL & SCHMIDT (1991) halten ein Besprühen des Terrariums zwei- bis dreimal wöchentlich für ausreichend. HESELHAUS (1983) erwähnt 50-60% tagsüber und 80-90% nachts.

Einrichtung

Die Einrichtung sollte wie bei Taggeckos üblich aus glatten Gegenständen wie z.B. Bambusrohren und aus Pflanzen mit glatten Blättern bestehen, die so groß sind, dass die Tiere sich hinter ihnen verstecken können. Ich verwende die vielseites empfohlenen Sansevierien. In den Trichtern dieser Pflanzen legen meine Tiere gerne ihre Eier ab. SEUFER (1985) empfiehlt auch Bromelien, in denen die Tiere auch gerne Eier ablegen sollen. Der Vorteil der Sansevierien ist, dass sie leichter zu pflegen sind. Der Nachteil ist, dass sie irgendwann zu groß werden und ausgewechselt werden müssen. Bambusröhren können mit einem Einstiegsloch versehen werden. Die Weibchen nutzen die so präparierten Stäbe als Eiablageplatz. Der Bodengrund besteht aus einer Kokoshumus-Sandmischung, die ich aus optischen Gründen und aus Gründen der Feuchtigkeitszurückhaltung mit Kokosstückchen abgedeckt habe.

Fütterung

Phelsuma laticaudaGoldstaub-Taggeckos sind gierige Fresser. Man sollte immer darauf achten, dass sie nicht verfetten, da sie dadurch erst einmal krank werden und außerdem sollen sie sich dann nicht mehr so gut vermehren. Wenn die Weibchen an den “Wangen” dicker werden, muss das nicht heißen, dass sie fett sind. Wie schon oben erwähnt können das auch die Kalkspeicher sein. Ich füttere meine Tiere etwa einmal in der Woche mit Grillen, Wachsmaden oder Mehlwürmern. Auch kleine Heuschrecken werden angenommen. Die winzigen Jungtiere füttert man anfangs mit Drosophila und Mikroheimchen. Die Futtertiere werden immer mit einer Mischung von Nekton MSA und pulverisierter Sepiaschale im Verhältnis von 1:2 bestäubt. Man kann den Geckos aber auch Kalkpulver an einer trockenen Stelle des Terrariums zur Verfügung stellen, so dass sie sich selbst bedienen können. Natürlich kann man aber auch andere Mineralpulver verwenden. Am bekanntesten dürfte das Korvimin sein, das man auch beim Tierarzt erhält. Ein anderes mittlerweile häufig genutztes Präparat ist das neuere Herpetal (Werbung M&S Reptilien). Ich denke, dass es in der Wirkung keine großen Unterschiede gibt. Dann biete ich den Geckos regelmäßig etwas Süßes an. In Frage kommen da z.B. Honig, Früchtebrei für Babies, Weintrauben, Bananenbrei, Marmelade und Fruchtjoghurt. Andere Obstsorten können natürlich auch ausprobiert werden. All diese Nahrung enthält viel Zucker, und deshalb sollte man sie nicht zu häufig verfüttern. Überflüssiger Zucker wird im Organismus zu Fett umgewandelt. Meiner Meinung nach reicht es, wenn man einmal in zwei Wochen etwas davon verfüttert. TRAUTMANN (1998) gibt seinen Taggeckos alle zwei Wochen einen Flaschenverschluß voll Babynahrung gemischt mit einer Messerspitze Calciumlactat und einer zerdrückten Tablette Vigantolette 500. Phelsuma laticauda kann wohl Hungerperioden von bis zu 6 Wochen problemlos überstehen (HALLMANN 1999). Wasser wird normalerweise in tropfenform von den Blättern geleckt. HENKEL & SCHMIDT (1991) berichten, dass mit Vitaminen angereichertes Wasser auch aus einem Trinknapf angenommen wird.

Zucht

Phelsuma laticauda legt normalerweise bis zu sechs mal im Jahr etwa 1,7 g schwere Doppeleier, die nicht geklebt, sondern einfach abgelegt werden. Nach zwei bis vier Gelegen wird eine Pause eingelegt. SEUFER (1985) empfiehlt, in dieser Legepause die Futterrationen zu verringern und die Temperatur auf ca. 20 °C herabzusetzen. HALLMANN et al. (2008) berichten, dass die Weibchen das ganze Jahr hindurch Eier ablegen können. Dabei können sie bis zu 8 Gelege produzieren. Auch diese Autoren empfehlen eine Ruhephase von 4 Monaten, die man idealerweise in den europäischen Winter legt. Möglicherweise hat eine gute Beleuchtung einen Einfluss auf die Fortpflanzung. HESELHAUS (1983) berichtet, dass seine Tiere nach einer 20minütigen Bestrahlung mit einer Osram-Vita-Lux (300 Watt) fast immer in Fortpflanzungslaune kommen. HENKEL & SCHMIDT (1991) berichten über sofortige Paarungen nach jeder Eiablage. Für die Eiablage werden häufig die Blattachseln von Bromelien und Sansevierien genutzt. Nicht befruchtete Eier werden wieder gefressen. Die Eier sollte man besser nicht im Terrarium zeitigen, da die Jungtiere nicht sicher wären vor den Eltern. Vor dem Entfernen der Eier markiert man die Oberseite wie gehabt mit ungiftiger Farbe. HALLMANN et al. (2008) erwähnen, dass eine Inkubation im Terrarium der Elterntiere erfolgen kann, wenn man die Eier z.B. in eine durchlöcherte Kunststoffdose überführt. Geeignet sind z.B. die Heimchendosen. Das Geschlecht der Nachzuchttiere scheint von der Inkubationstemperatur abhängig zu sein. BUDZINSKI (1999) ermittelte, dass bei einer konstanten Temperatur von 26 °C ausschließlich Weibchen schlüpfen. Bei einer Temperatur von 26 °C und täglicher Erhöhung auf 36 °C für 3 Stunden schlüpfen fast nur Männchen.

 

Inkubationstemp.

Inkubationszeit

Größe

Gewicht

HALLMANN et al. (2008)

27 °C

50 Tage

40 mm (P. l. laticauda)
35 mm (P. l. angularis)

k.A.

HENKEL & SCHMIDT (1991)

28 °C

40-45 Tage

40 mm

k.A.

HESELHAUS (1983)

20-25 °C

75 Tage

k.A.

k.A.

Tab.: Inkubationsdaten aus der Literatur.

Phelsuma laticauda JungtierMan muss bedenken, dass Tiere, die bei niedrigeren Temperaturen bebrütet wurden, vitaler und kräftiger sind. Ich inkubiere meine Geckos in Vermiculit (35g Vermiculit vermischt mit 75g Wasser). Als Brutbehälter benutze ich die Klarschichtdosen, in denen normalerweise Futtertiere angeboten werden. Die Eier werden nicht im Vermiculit “verbuddelt”, sondern ragen zur Hälfte aus dem Substrat heraus. Alle 2 Wochen wird das Gewicht der Dose kontrolliert und verdunstetet Wasser wieder aufgefüllt. So hatte ich bisher eine Schlupfrate von 100%. Bei 26 °C schlüpfen die Geckos nach ca. 59 Tagen und bei 27 °C nach durchschnittlich 54 Tagen. Einen Tag nach dem Schlupf findet normalerweise die erste Häutung statt. Das erste Lebendfutter wird nach 7-10 Tagen angenommen. Nach 10 Wochen können die Geckos eine Länge von 6 cm erreichen (HESELHAUS 1983). Die Geschlechtsreife wird nach 10-12 Monaten erreicht (HENKEL & SCHMIDT 1991, HALLMANN et al. 2008).

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Literatur

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