Eupalaestrus campestratus

ehemals Eurypelma campestratus (SIMON, 1891)

 

Beschreibung

Eupalaestrus campestratus wurde Eupalaestrus campestratus1891 von Simon anhand eines männlichen Exemplares aus Paraguay als Typusart der Gattung beschrieben. Sie gehört – genau wie ihre Gattungsgenossen – mit 10 cm Körperlänge zu den größten Vogelspinnen der Erde. Die Tiere sind recht massig gebaut und erinnern vom Erscheinungsbild etwas an Brachypelmiden. Die Grundfärbung ist ein dunkles Schokoladenbraun. Die Extremitäten sind wie bei Aphonopelma seemanni mit hellbeigen vertikalen Doppellinien gezeichnet, der Carapax hellbeige umrandet.

Verbreitung

Eupalaestrus campestratus kommt in den Regenwäldern im Norden Argentiniens und in Paraguay vor.

Verhalten

Die Art ist spätestens seit BÜCHERLs Beschreibung berühmt für ihre absolute Friedfertigkeit; ein Wesenszug, der sie in der Gruppe der Riesenvogelspinnen neben ihren Artgenossen und Grammostola grossa herausstellt. Laut BÜCHERL kann sie auch in freier Wildbahn mit den bloßen Händen eingefangen werden. PETERS bestätigt diese Angaben durch eigene Erfahrungen. Mittlerweile wird diese Art häufiger und zu fairen Preisen angeboten, was nicht zuletzt für Anfänger sehr erfreulich ist. Sie können ihren Wunsch nach großen Vogelspinnen mit Eupalaestrus campestratus erfüllen, ohne auf so aggressive und schwierig zu haltende Arten wie Theraphosa blondi zurückgreifen zu müssen. Eupalaestrus campestratus ist der am häufigsten angebotene Vertreter der Gattung.

 

Haltung im Terrarium

Eigene Erfahrung

 Eupalaestrus campestratus - CarapaxEupalaestrus campestratus ist tatsächlich eine Spinne, bei der ich bisher kein aggressives Verhalten beobachten konnte. Die Art wächst mäßig schnell im Vergleich zu rasant wachsenden Riesenvogelspinnen wie z. B. Theraphosa blondi. Die Spinne zeigt sich erfreulicherweise recht häufig außerhalb iherer Höhle und verschwindet hauptsächlich zur Häutung für längere Zeit in ihrer Behausung. Sie ist eine gierige Fresserin, die ohne Probleme mehrere große Schaben verdrücken kann. Da sie sehr gerne gräbt, sollte man ihr einen ausreichend hohen Bodengrund zur Verfügung stellen.

Terrarium

Standard für Bodenbewohner (50X30x30).

Licht

Ein 30-35 Watt Halogenspot im Terrarium schafft die nötige Wärme.

Temperatur

Tag 28-33° C, Nacht 18-20° C.

Luftfeuchtigkeit

60-90% Bodenfeuchtigkeit im Versteck.

Bodengrund

Nur zur Hälfte feucht halten, so dass sich die Tiere ihre bevorzugte Stelle selbst wählen können. Als Substrat kann ungedüngte Blumenerde verwendet werden.

Einrichtung

10 cm hoher Bodengrund. Ein großes gebogenes Stück Korkrinde o.ä. als Versteck. Notwendig ist zudem ein Trinknapf von ca. 10-12 cm Durchmesser (Blumenuntersetzer, Ton, innen glasiert) mit einem Stück Korkrinde, das Futtertiere vor dem Ertrinken bewahrt.

Fütterung

Heimchen und Grillen, Heuschrecken, Schaben und Nacktmäuse.

 

Literatur

PETERS, H.-J. (2000): Kleiner Atlas der Vogelspinnen, Band 1

 

Google
Web Biotropics.com