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Wüstenleguan

Dipsosaurus dorsalis (BAIRD & GIRARD, 1852)

 

Das Epitheton “dorsalis” ist lateinisch und bedeutet soviel wie “zum Rücken gehörend”. Es bezieht sich auf den flachen Rückenkamm dieser Echsen.

engl. Name: Desert Iguana, Crested Lizard

 

Schutzstatus

Es besteht kein Schutzstatus.

Preiskategorie

Mittel. Im Internet kann man immer wieder Tiere ab 50-60 € kaufen. Bei Händlern muss man evtl. mit etwas mehr rechnen.

Schwierigkeitsgrad

Mittel. Einmal eingewöhnte Tiere lassen sich gut halten. Bei falscher Einrichtung ist mit Verlusten wegen Legenot zu rechnen. Eine langjährige erfolgreiche Haltung und Zucht scheint nur möglich zu sein, wenn man die hohen Ansprüche an die Lichtqualität erfüllen kann.

 

Beschreibung

Dipsosaurus dorsalisDer Wüstenleguan gehört zu den Echsen, die man immer wieder als Angebot auf Börsen oder in Fachgeschäften finden kann. Trotz ihres interessanten Aussehens und Verhaltens, gehören sie aufgrund fehlender Nachzuchten nicht zu den Standardreptilien in der Terraristik, so dass es sich bei den angebotenen Tieren hauptsächlich um Wildfänge handelt.
Der Lebensraum dieser Echsen liegt in Wüsten und Halbwüsten mit je nach Herkunftsgebiet eingestreuten Felsen oder Trockenbüschen. Nördliche Populationen leben hauptsächlich in Sandwüsten mit nur spärlichem Pflanzenwuchs, während die südlichen Exemplare auch in Regionen mit dichterem Gestrüpp und Dornbuschvegetation gefunden werden können. Gelegentlich werden aber auch Tiere gesichtet, die direkt am Strand leben. Die am häufigsten vorkommende Pflanze im Lebensraum nördlicher Populationen ist der Creosote-Busch (Larrea tridentata). Dieser Busch dient als Schattenspender, Versteck und Nahrung zugleich, wobei vor allem die gelben Blüten besonders gern gefressen werden. In den bevorzugten Lebensräumen kommen die Leguane in hoher Dichte mit 300-400 Echsen pro Hektar vor (KREKORIAN 1984). Der Bodengrund im Verbreitungsgebiet ist prinzipiell sandig mit einem ausreichenden Lehmanteil, so dass Höhlen gegraben werden können. Der Wüstenleguan bewohnt Höhlen, die häufig nicht selbst gegraben, sondern von Nagetieren übernommen werden. In jeder Höhle kommt nur ein männlicher Leguan vor. Interessanterweise flüchten die Echsen bei Gefahr entweder in die Büsche oder in fremde Höhlen. Vermutlich verhindern sie so, das eigene Versteck preiszugeben (REVELL 2005). Männchen sind untereinander sehr unverträglich und Eindringlinge werden mit seitlich abgeflachtem Körper und unter heftigem Nicken attackiert. Bei der Haltung in Gefangenschaft können sich die Echsen schnell an den Pfleger gewöhnen. In der freien Wildbahn sind sie meist jedoch sehr scheu. Das scheint aber nicht für alle Populationen zuzutreffen. So berichtet WERNING (WERNING et al. 2002) über Kolonien am Cabo Pulmo und an der Bahía Concepción im südlichen Baja California, die Annäherungen auf 2-3 Meter tolerierten und sich bei weiterer Annäherung langsam und drohend zurückzogen.
Die Hauptaktivitätszeit liegt in freier Wildbahn zwischen 9 und 13 Uhr. Die Echsen sind ca. 5-6 Stunden aktiv und ziehen sich bei sehr großer Hitze in ihre Höhlen oder in den Schatten von Büschen zurück (MINNICH & SHOEMAKER 1970).
Die Statur dieser Leguane erinnert sehr an die weiterer Leguane, die ebenfalls im selben Lebensraum vorkommen. Hierzu gehören z.B. der Leopardleguan und der Halsbandleguan (Crotaphytus collaris). Daher verwundert es nicht, dass der Wüstenleguan von BAIRD und GIRARD anfangs als Crotaphytus dorsalis beschrieben wurde, um 1854 von HALLOWELL in die eigene Gattung Dipsosaurus eingeordnet zu werden.
Dipsosaurus dorsalisDipsosaurus dorsalis hat eine braungraue Grundfarbe. Diese kann jedoch je nach Stimmung und Temperatur deutlich aufgehellt sein, so dass die Tiere in der Mittagshitze fast weiß erscheinen können. Vom Hinterkopf bis etwa zur Hälfte des Schwanzes zieht sich ein je nach Tier mehr oder weniger sichtbarer weißer Streifen. Außerdem erstreckt sich sehr ein schwach ausgebildeter Rückenkamm von Nacken bis Schwanzwurzel, der durch gekielte Schuppen gebildet wird. Auf dem Körper aber insbesondere auf dem Schwanz zeigen sich viele dunkelbraune Punkte und Streifen, die am Schwanz ringförmig und am Körper längs angeordnet sind. Auf dem Körper sind in regelmäßigen Abständen bandförmig angeordnete helle rundliche Flecken eingestreut. Die Unterseite ist weiß. Der Kopf ist verhältnismäßig klein und die Schnauze sehr kurz. Von Kopf bis Nacken sind die Tiere schlicht braun gefärbt. Die Kehle ist weiß und kann je nach Unterart eine dunkle Färbung aufweisen. Die Extremitäten sind kräftig ausgebildet und lassen auf einen schnellen Bodenbewohner schließen. Die Schuppen am Körper sind größtenteils fein, während sie am Schwanz gekielt sind. Die Echsen erreichen für gewöhnlich eine Länge von bis zu 30 cm. Die Unterart D. dorsalis lucasensis kann jedoch als einzige Unterart eine Länge von über 40 cm erreichen, wobei der Schwanz etwa 3/5 der Gesamtlänge ausmacht. Während die Schuppen am Rücken klein und nur angedeutet gekielt sind, sind die ringförmig am Schwanz angeordneten Schuppen deutlich gekielt. Der Schwanz kann z.B. bei Rangeleien abgeworfen werden. Er soll sich jedoch in 4 bis 5 Wochen regenerieren können (WERNING et al. 2002).

Zu den natürlichen Feinden gehören z.B. echsenfressende Schlangen wie Lampropeltis getula californiae, Crotalus cerastes und Arizona elegans (RODRIGUEZ-ROBLES et al. 1999). BEALOR & KREKORIAN (2002) bestätigten, dass der Wüstenleguan seine natürlichen Feinde an Geruchsstoffen erkennen kann. Bei vermeintlicher Gefahr erstarren die Echsen oder drücken ihren Körper auf den Boden. Wenn sie sich bewegen, schieben sie sich meist flach auf dem Boden liegend durch den Sand. REVELL & HAYES (2009) beobachteten, dass sich die Echsen seltener in ihrer Wohnhöhle aufhielten, wenn sich ein Fressfeind in unmittelbarer Nähe befindet. Die sonst in der Nacht zum Schlafen aufgesuchte Höhle wurde nicht betreten. Auch der Schlaf selbst wird durch die Anwesenheit eines Fressfeindes beeinflusst. Die Echsen bleiben bei Gefahr viel länger wach.

Eine Vergesellschaftung mit der Indischen Dornschwanzagame (Uromastyx hardwickii) ist möglich (RUST 1957). WÖLFEL (2000) berichtet über ein Zusammenleben mit Chuckwallas (Sauromalus obesus).

Geschlechtsunterschiede

Männchen haben im Vergleich zu den Weibchen deutlich sichtbare Femoralporen und eine verdickte Schwanzwurzel. Auch eine Unterscheidung über den größeren Kopf der Männchen ist möglich. WERNING et al (2002) nennen außerdem den größeren Kloakalspalt der Männchen.

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Unterarten

Dipsosaurus dorsalisDie Aufteilung der Unterarten wird kontrovers diskutiert. Nach GRISMER (2002) umfasst diese Art nur noch eine einzige Spezies. Bereits 1999 erhob er die Subspezies D. d. catalinensis in den Artstatus. Dies begründete er damit, dass es sich um die einzige Art handelt, die eine durchgehend dunkelbraun gefärbte Kehle hat und auf einer vom Festland isolierten Insel lebt. Für mich als biologischen Laien reicht diese Begründung nicht aus. Auch andere Arten wie z.B. Timon lepidus oteroi leben isoliert auf Inseln und haben dennoch keinen Artstatus. Auch die unterschiedliche Färbung der Kehle ist für die einzelnen Subspezies von Anolis equestris z.B. typisch. Auch sie werden alle nicht als eigenständige Art eingeordnet. Aus diesen Gründen verwende ich noch die alte Einteilung. Möglicherweise können genetische Untersuchungen Klarheit in die ganze Sache bringen.

  • Dipsosaurus dorsalis catalinensis VAN DENBURGH, 1922
  • Dipsosaurus dorsalis dorsalis BAIRD & GIRARD, 1852
  • Dipsosaurus dorsalis lucasensis VAN DENBURGH, 1920
  • Dipsosaurus dorsalis sonoriensis ALLEN, 1933

Die Unterarten können nach folgenden Kriterien unterschieden werden:

1. Zwei oder mehr Schuppenreihen zwischen Nasenloch und Rostralschild (62-83 Prozent); häufig mit dunklen Längsstreifen am Körper...................................................................................dorsalis dorsalis
Eine Schuppenreihe zwischen Nasenloch und Rostralschild (75-80 Prozent); dunkle Seitenstreifen fehlen für gewöhnlich..........................................................................................................................................2

2. Rückenmuster besteht aus großen, runden, weißen Punkten, und Längsstreifen fehlen; braunes Netzmuster am Hals, das runde bis ovale, cremefarbene Punkte einschließt................dorsalis sonoriensis
Rückenmuster besteht aus kurzen Längsstreifen, wenige bis keine helle Punkte, die keine dunkle Umrandung aufweisen; Kehle entweder gestreift mit dunklen Längsstreifen oder ungestreift, aber mit großen runden Flecken....................................................................................................................................3

3. Kehlregion ohne dunkle Streifen; große runde Flecken am Unterkiefer und seitlichem Hals; zentrale Kehlregion dunkelbraun gefärbt; durchschnittlich 19,1 Femoralporen............................dorsalis catalinensis
Kehlregion mit dunklen Längsstreifen ohne eindeutige helle runde Flecken seitlich, gelegentlich zentrale dunkle Färbung....................................................................................................................................4

4. Weniger Femoralporen mit durchschnittlich 18,46....................................................dorsalis lucasensis

Der ehemals aufgrund einer mit durchschnittlich 21,8 Stück höheren Zahl an Femoralporen als Unterart geführte Dipsosaurus dorsalis carmenensis wird als Juniorsynonym von D. dorsalis lucasensis geführt.

Verbreitung

Verbreitungskarte Dipsosaurus dorsalisWüstenregionen des gesamten Südwestens der USA: Südost-Kalifornien [z.B. Thousand Palms, Riverside County, (3329N, 11613W, 61m) (BEALOR & KREKORIAN 2002), Palm desert, Coachella Valley (MINNICH & SHOEMAKER 1970), Palm Springs, Riverside County and Algodones Dunesnear Glamis, Imperial County (MAYHEW 1971), (El Mirage, San Bernardino County (REVELL & HAYES 2009)], West-Arizona, Süden Nevadas, Neu-Mexiko (Gila-Wüste), Südwest-Utah bis nach Nordwest-Mexiko [z.B. Baja California (WERNING 1996)]. Auch auf einigen kleineren Inseln im Golf von Kalifornien kommen diese Echsen vor. Der ehemals aufgrund einer höherer Zahl an Femoralporen als Unterart geführte und jetzt mit D. dorsalis lucasensis synonymisierte Dipsosaurus dorsalis carmenensis kommt auf der Insel Isla Carmen vor.

D. dorsalis catalinensis: Endemisch auf der Insel Santa Catalina im Golf von Kalifornien.

Dipsosaurus dorsalisD. dorsalis dorsalis: Von Zentral-Kalifornien über Süd-Kalifornien (Mojave-Wüste), Süd-Nevada, Südwest-Utah bis West-Arizona. In Mexiko ist diese Unterart in Nordwest-Sonora (Punta Penasco) und in der Baja California vertreten. Außerdem findet man die Echsen auf einigen Inseln im Golf von Kalifornien wie z.B. Encantada Grande, Angel de la Guarda und San Marcos sowie Magdalena an der Pazifikküste (BURGHARDT & RAND 1982).

D. dorsalis lucasensis: Die Typus-Lokalität liegt in San Jose del Cabo, Niederkalifornien, Mexiko. Diese Unterart lebt auch auf einigen im Golf von Kalifornien liegenden Inseln. Hierzu gehören Isla del Carmen, San Jose, Santa Margarita, Monserrate, Coronados und Cerralvo. Weitere Populationen findet man in der südlichen Baja California und im westlichen Mexiko.

D. dorsalis sonoriensis: Die Terra typica liegt in Hermosillo in der Sonora-Wüste. Von Arizona über die mexikanischen Bundesstaaten Sonora und Nordwest-Sinaloa.

Haltung im Terrarium

Terrarium

Dipsosaurus dorsalisEin Terrarium von 120 x 50 x 50 cm ist das Minimum für ein Pärchen. RUST (1957) berichtet über die Haltung auf einer Grundfläche von einem Quadratmeter. WÖLFEL (2000) erwähnt eine Terrariengröße von 140 x 100 x 100 cm. WERNING et al. (2002) berichten über die Haltung von je einem Männchen mit zwei Weibchen in Terrarien von 200 x 100 x 100 cm, 250 x 60 x 60 cm und 120 x 75 x 75 cm. LANGERWERF (2009) hielt ein Männchen mit zwei Weibchen in einem Freilandterrarium in Alabama mit einer Bodenfläche von 300 x 240 cm. Beim Handling im Terrarium sollte man sich den Tieren nicht von oben nähern. Dies scheint panikartige Fluchtreaktionen auszulösen.

Beleuchtung

Wüstenleguane sind sehr sonnenhungrige Echsen. Das Licht sollte im Sommer 12-14 Stunden täglich an sein. WERNING (1997) empfiehlt im Sommer eine tägliche UV-Bestrahlung (z.B. Osram Ultra-Vitalux) für 1-2 Stunden aus einem Meter Entfernung. Besser sei jedoch ein Freiluftaufenthalt. WÖLFEL (2000) empfiehlt für die Beleuchtung HQL- und HQI-Lampen sowie 100-W-PAR-Strahler für die Sonnenplätze. Außerdem empfiehlt er eine tägliche UV-Beleuchtung für 15-30 Minuten. WERNING et al. (2002) verwenden beim größten der oben genannten Terrarien zwei 125-W-HQL-Strahler und zwei 150-W-Spotstrahler. Für das kleinste Terrarium werden ein 150-W-Halogenstrahler, zwei 36-W-Leuchtstofflampen und ein 60-W-Spotstrahler verwendet. Zusätzlich wird täglich ein 300-W-UV-Strahler für 1-3 Stunden eingeschaltet. Auch die 100-W-UV-Strahler der Firma “Active UVHeat” sollen in einem Abstand von 30 cm installiert als Dauerbeleuchtung bei der Aufzucht der Jungtiere gute Dienste leisten.

Temperatur

KlimadiagrammDer Wüstenleguan hat die höchste Körpervorzugstemperatur aller nordamerikanischer Echsen. Offensichtlich versuchen sie eine Temperatur von ca. 42 °C aufrechtzuerhalten (MINNICH & SHOEMAKER 1970). MAYHEW (1971) berichtet sogar über eine Temperatur von 45 °C, die bei einem Exemplar gemessen wurde. RUST (1957) schildert seine Beobachtung, dass die Echsen im Terrarium immer die wärmste Stelle aufsuchten. Wenn sich die Leguane auf dem heißen Sand aufhalten, verringern sie normalerweise die Kontaktfläche zum Bodengrund, indem sie den Schwanz und die Zehen anheben. Zusätzlich stemmen sie ihren Körper hoch. Manchmal klettern sie sogar auf Büsche, um der Hitze am Boden zu entgehen. Für eine optimale Verdauung scheinen diese Tiere Temperaturen von mind. 35 °C zu bevorzugen (TRACEY et al. 2005). Es gibt jedoch auch Untersuchungen, dass selbst bei Temperaturen über 40 °C keine vollständige Verdauung stattfindet. HARLOW et al. (1976) berichten z.B., dass bei 41 °C gerade einmal 69,5% der Nahrung verdaut wurde. Bei Temperaturen von unter 28 °C findet so gut wie keine Verdauung statt. Will man seine Tiere am Leben erhalten, müssen also dringend optimale Klimaverhältnisse im Terrarium geschaffen werden.
Sowohl Temperaturen als auch die Luftfeuchtigkeit können naturgemäß je nach Herkunft der Tiere stark variieren, da das Verbreitungsgebiet sehr groß ist. LANGERWERF (2009) stellt zur Veranschaulichung die Klimadaten von Las Vegas (Nevada) und Guaymas (Mexiko) gegenüber. Insbesondere die Tiefsttemperaturen im Winter unterscheiden sich erheblich. Während in Guaymas die Tiefsttemperatur bei 7,2 °C mit einem mittl. Minimum von 12,8 °C liegt, kann sie in Las Vegas auf -13,3 °C mit einem mittleren Minimum von -1,7 °C sinken.
Tagsüber sollten im Terrarium Lufttemperaturen von 30 °C und lokale Temperaturen an Sonnenplätzen von etwa 45 °CDipsosaurus dorsalis erreicht werden. Da es sich hier um Wüstenbewohner handelt, sollte man für eine nächtliche Absenkung auf ca. 18-20 °C sorgen. ROGNER (1992) erwähnt Tagestemperaturen von 30-35 °C mit einer Nachtabsenkung auf 20 °C. An den Sonnenplätzen sollten lokal Temperaturen von 40 bis 43 °C erreicht werden. SCHMIDT & HENKEL (1995) sprechen von Tagestemperaturen von 30-40 °C und an den Sonnenplätzen von 50 °C. Die Leguane müssen jedoch immer die Möglichkeit haben, sich in kühlere Regionen zurückzuziehen. In der Nacht kann die Temperatur auf 20 bis 25 °C sinken. REVELL & HAYES (2009) berichten über Temperaturen von 51-57 °C unterhalb des Sonnenplatzes und 35-53 °C auf dem Sand. Am Eingang der Wohnhöhle herrschten Temperaturen von 36-41 °C. Am Ende der Wohnhöhle sanken die Temperaturen auf 25-30 °C. Über ähnlich hohe Temperaturen unter den Strahlern von 50-65 °C und Nachttemperaturen von 18-22 °C berichten WERNING et al. (2002). MINNICH & SHOEMAKER (1970) berichten, dass im Sommer in freier Wildbahn selbst in den Wohnhöhlen Temperaturen von 39 °C herrschen. WÖLFEL (2000) berichtet über Tagestemperaturen von 28-35 °C mit einer Nachtabsenkung auf 18-20 °C. Unter den Sonnenplätzen lagen die Temperaturen bei bis zu 50 °C. Der Autor weist darauf hin, dass die Temperatur immer über Lampen und nicht über Heizmatten- oder kalbel reguliert werden sollte. Dies führt zu einer zu hohen Bodenwärme, so dass Weibchen keine idealen Bedingungen für die Eiablage finden können. LANGERWERF (2009) berichtet über Temperaturen von 43-49 °C am Sonnenplatz und 30-35 °C im restlichen Terrarium. Die Nachttemperaturen lagen im Sommer bei 20-25 °C und im Winter bei 10-20 °C.

Luftfeuchtigkeit

Tagsüber ist eine Luftfeuchtigkeit um 40 % ausreichend. WERNING et al. (2002) sprechen von 30-40%. Einmal wöchentlich wird das Terrarium besprüht. Ein direktes Besprühen der Tiere sollte jedoch vermieden werden. Grundsätzlich sollten die Echsen innerhalb ihrer Höhlen eine höhere Substratfeuchtigkeit vorfinden. Um die tieferen Bodenschichten feucht zu halten, gießen WERNING et al. (2002) regelmäßig Wasser an einer Terrarienseite nach.

Einrichtung

Dipsosaurus dorsalisWie bereits erwähnt legen die Tiere gerne Wohnhöhlen an. Einrichtungsgegenstände müssen deshalb dringend einsturzsicher angebracht werden. Als Bodengrund eignet sich ein 20-30 cm hohes Sand-Lehm-Gemisch, das in den unteren Schichten etwas feucht sein sollte und den Tieren die Möglichkeit bietet, eigene Höhlen zu graben. Eine noch höhere Schicht ist jedoch besser. Sowohl WÖLFEL (2000) als auch WERNING (WERNING et al. 2002) berichten über Verluste durch Legenot wegen zu geringer Substrathöhe. Will man ein fertig zusammengemischtes Lehmprodukt erwerben, empfehlen WERNING et al. den roten Wüstensand der Firma Namiba Terra. Auch vorgefertigte Höhlen werden angenommen. Hierzu kann man z.B. Abwasserrohre oder Korkröhren in den Bodengrund einarbeiten.

Fütterung

Dipsosaurus dorsalisWüstenleguane sind nicht sehr wählerisch. Gefressen wird sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung. Die Hauptnahrung in freier Wildbahn besteht jedoch aus Pflanzen. Dort dürften Blätter und Blüten des Creosote-Buschs (Larrea tridentata und Larrea divaricata) als Hauptnahrung dienen. MINNICH & SHOEMAKER (1970) führten nähere Untersuchungen am Mageninhalt einiger Tiere durch. Sie ermittelten, dass der Großteil der Nahrung aus Blüten und Blättern saisonaler Pflanzen wie Oenothera clavaeformis, Palafoxia linearis, Cryptantha angustifolia und Dalea emoryi bestand. Vermutlich liegt das daran, dass die saisonalen Pflanzen weicher sind, während die ganzjährige Vegetation aus harten und faserigen Spezies besteht, die vornehmlich im Sommer gefressen wurden, wenn die saisonale Flora bereits vertrocknet war. Zu den ganzjährigen Pflanzen, die gefressen werden, gehören Coldenia spp. Croton californicus und Franseria dumosa. Es wurde jedoch auch beobachtet, dass Kot von anderen Tieren wie Nagern oder anderer Reptilien gefressen wurde. Gegeignet als Futter sind in Gefangenschaft unter anderem Löwenzahn (Blätter und Blüten), Gänseblümchen, Hibiskusblüten, Luzerne, Huflattich, Klee (inkl. Blüten), Vogelmiere, Kopfsalat, Kohlsorten, Maiskörner, Petersilie, gelbe Paprika, Gurken, Tomaten, geraspelte Möhren, Rüben, Dill, Wegerich, Vogelmiere, Gundermann, Blüten von Brassica sp., Rosmarin, Mungobohnensprossen, Broccoli, Rosinen, Linsen, Weizen, Bananen, Äpfel, Kirschen, Orangen und Spinat. RUST (1957) berichtet, dass Grünfutter nur in sehr frischem Zustand angenommen wurde. WÖLFEL (2000) vermutet, dass in freier Wildbahn auch Pflanzensamen zum Nahrungsspektrum der Leguane gehören können, da er beobachtete, dass in Gefangenschaft auch Kanarienfutter gefressen wurde. An tierischer Kost können z.B, Rosenkäferlarven, Zophobas, Grillen, Heuschrecken, Wachsmaden, Mehlwürmer etc. angeboten werden.
Das Futter sollte regelmäßig mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden. WERNING et al. (2002) füttern ihre Tiere alle 1-2 Tage mit pflanzlicher Kost. Ein- bis zweimal wöchentlich wird tierische Nahrung angeboten. Das Trinkwasser wird meist von den Einrichtungsgegenständen aufgeleckt, aber dennoch sollte ein Trinknapf mit frischem Wasser nicht fehlen.

Zucht

Dipsosaurus dorsalisDie Paarungen finden in freier Wildbahn nach der Winterruhe statt. Diese dauert je nach Verbreitungsgebiet von Oktober bis März, so dass die Paarungen April bis Mai und die Eiablagen zwischen Juni und August erfolgen. WERNING (1997) empfiehlt eine Winterruhe von Mitte November bis Mitte Februar. Dafür verkürzt man die Beleuchtungsdauer auf 8 Stunden täglich und schaltet sämtliche Heizquellen ab. Die Temperaturen sollten dann zwischen 10 und 20 °C liegen. WÖLFEL (2000) schildert aus Erfahrung, dass seine Echsen bei Temperaturen von 8-10 °C nicht überwintern wollten. Erst nach einer Rückführung in ihr Terrarium bei Temperaturen von 18 °C und ausgeschaltetem Licht gelang das Vorhaben. REVELL & HAYES (2009) berichten über eine dreimonatige Winterruhe bei 13-16 °C. WERNING et al. (2002) schalten im Dezember jegliche Licht- und Heizquellen ab. Die Temperaturen liegen dann bei 15-18 °C bzw. 8-12 °C. Laut ROGNER (1992) erkennt man fortpflanzungsbereite Tiere an ihrer rosa gefärbten Bauchseite. Diese Aussage kann von WÖLFEL (2000) jedoch nicht bestätigt werden.
Die Männchen balzen die Weibchen durch “Liegestütze” an und machen so auf sich aufmerksam. Zusätzlich wird der Körper seitlich abgeflacht und der Rücken zu einem Katzenbuckel gekrümmt. Auf diese Weise wirken sie größer, als sie in Wirklichkeit sind. Ein für Leguane typisches Verhalten ist zudem das Aufblähen der Kehle, die bei Dipsosaurus dorsalis jedoch etwas kleiner ausfällt. Ein ähnliches Verhalten zeigen die Männchen auch bei Revierstreitigkeiten. Ist ein paarungsbereites Weibchen gefunden, verbeißt sich das Männchen nach einer kurzen Verfolgungsjagd in der Nackenhaut des Weibchens, und es kommt zur Paarung. Die Eiablage findet 2-3 Monate nach der Paarung statt. Das trächtige Weibchen fällt in den ersten vier bis fünf Wochen nach der Paarung durch einen starken Appetit auf, bis es einige Tage vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme vollständig stoppt (WERNING et al. 2002). Die Eiablage findet in eigens dazu gegrabenen Mulden statt. MUTH (1977) berichtet über eine durchschnittliche Größe der Brutmulde von 17 x 6 x 5 cm (L x B x H). MAYHEW (1971) beobachtete, dass ein frei lebendes Weibchen ihre Eier in einer 20 cm tiefen Mulde vergrub. Über 15-25 cm lange horizontale Gänge, deren Dipsosaurus dorsalisEingang wieder sorgfältig verschlossen wird, berichten WERNING et al. (2002). Auch LANGERWERF (2009) berichtet über speziell angelegte Brutkammern mit eigenem Eingang, der mit Sand verschlossen wird. NORRIS (1953) vermutet, dass sich Weibchen, die kurz vor der Eiablage stehen, in ihre Höhlen zurückziehen und diese erst verlassen, wenn die Eier abgelegt sind. Dies würde auch erklären, warum sich in freier Wildbahn kaum trächtige Weibchen finden lassen. Der Wüstenleguan kann 1-2 mal jährlich Gelege mit 3-8 Eiern produzieren. Die Eier haben ein Gewicht von ca. 4 g bei einer Größe von 24 x 17 mm. Bei befruchteten Eiern lässt sich anfangs die Embryonalscheibe gut erkennen (MUTH 1977, WERNING et al. 2002). Über die Inkubation gibt es nur wenige Daten. Insbesondere darüber, ob das Geschlecht des Nachwuchses über die Bruttemperatur beeinflussbar ist, gibt es kaum Angaben. Untersuchungen von MUTH (1981) konnten keine temperaturabhängige Geschlechterentwicklung beweisen. Interessant ist jedoch, dass selbst bei Temperaturen von 40 °C noch Jungtiere schlüpften. Die Schlupfrate ist bei Temperaturen von 28 °C mit knapp 20% sehr gering, während sie bei Temperaturen zwischen 36 und 38 °C mit 85-100% am höchsten ist. Möglicherweise ein Indiz dafür, dass man eher bei höheren Temperaturen inkubieren sollte. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Untersuchungen mit einer sehr kleinen Fallzahl an Tieren gemacht wurden. MUTH (1977) untersuchte in einer frühren Arbeit auch, ob eine höhere Luftfeuchte einen Einfluss auf die Entwicklungsdauer der Eier hat. Dies konnte jedoch nicht bestätigt werden. Als Brutsubstrat kann z.B. Vermiculit oder Sand verwendet werden. WERNING et al. (2002) raten dazu, die Eier nicht vollständig im Substrat einzugraben, da MUTH (1977) über eine schlechte Schlupfrate bei Eiern aus eingestürzten Eiablagehöhlen berichtet. Wichtig scheint auch eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sein. Sowohl WERNING et al. (2002) als auch WÖLFEL (2000) berichten über bessere Ergebnisse bei Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Auch LANGERWERF (2009) berichtet über eine Inkubation in “ziemlich feuchtem Sand”.

Inkubationstemp.

Inkubationszeit

Größe

Gewicht

KÖHLER (1997)

25-28 °C
20 °C

60-75 Tage
120 Tage

k.A.

k.A.

LANGERWERF (2009)

27,8-31,1 °C

83-85 Tage

KRL 47 mm
GL 120-135 mm

k.A.

MUTH (1977)

36,5 °C

43-45 Tage

KRL 47,4 mm

4,62 g

WERNING et al. (2002)

28-31 °C
29 °C
30-31 °C

79-85 Tage
92 Tage
59-61 Tage

KRL 40-48 mm
GL 125-145 mm

3,5-4,5 g

WÖLFEL (2000)

31,5 °C

63-65 Tage

KRL 42-46 mm
GL 123-145 mm

3-4 g

Tabelle: Inkubationsdaten aus der Literatur

Die Terrarien werden für die Jungtiere ähnlich eingerichtet wie bei den Elterntieren. Auch hier sollte ein ausreichend hoher Bodengrund angeboten werden. Nur bei den Temperaturen werden geringere Werte eingestellt. WERNING et al. (2002) erwähnen 40-50 °C lokal und eine Lufttemperatur von 28-30 °C. Wenn möglich sollten die Tiere einzeln aufgezogen werden. Es soll bereits sehr früh (in den ersten zwei Lebenswochen) zu erstem aggressivem Verhalten zwischen den Jungtieren kommen, das sich durch Drohgebärden äußert. Ab der vierten Woche soll es bereits zu ersten ernsthaften Auseinandersetzungen mit Schwanzverlusten kommen (WERNING et al. 2002). Eine Trennung und Neusortierung der Gruppen kann hier Abhilfe schaffen.
Untersuchungen von MAYHEW (1965) zeigen, dass der Wüstenleguan bei einer Lichtversorgung über 24 Std. und guter Fütterung im Monat durchschnittlich 3,3 mm an KRL zunimmt. Wird die Beleuchtungsdauer auf 11 Std. verkürzt, wachsen sie nur noch 2,4 mm im Durchschnitt. Während der Winterruhe findet überhaupt kein Wachstum statt. Aus diesen Untersuchungen schließt MAYHEW, dass Wüstenleguane in freier Wildbahn in einer Saison etwa 2 mm im Monat an KRL zulegen. Diese Ergebnisse werden durch Feldbeobachtungen unterstützt: junge Wüstenleguane erreichen selten eine KRL über 60 mm in dem Jahr, in dem sie geschlüpft sind. Auch WERNING et al. (2002) berichten über eine KRL von 60-80 mm bei einem Gewicht von 10-15 g nach der ersten Winterruhe. Nach einem Jahr sollen sie eine KRL von 70-90 mm bei einem Gewicht von 12,5-22,5 g erreichen. Die Geschlechtsreife wird in der Natur mit einem Alter von 5-6 Jahren erreicht. In Gefangenschaft soll die Geschlechtsreife mit 4 Jahren deutlich früher erreicht werden (MAYHEW 1965). WERNING et al. (2002) berichten im Widerspruch dazu über ein Männchen, das bereits im Alter von 1,5 Jahren für Nachwuchs sorgte. Bei einer KRL von 115 mm ist davon auszugehen, dass männliche Tiere geschlechtsreif sind, während Weibchen durchschnittlich bei einer KRL von 110 mm adult sind (MAYHEW 1971). WERNING et al. (2002) berichten, dass auch die Jungtiere für 6 Wochen eine Winterruhe halten.

Literatur

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ALBERTS, A.C. (1992): Pheromonal self-recognition in desert iguanas. - Copeia 1992:229–232.

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ALBERTS, A.C. (1993b): Relationship of space use to population density in a herbivorous lizard. - Herpetologica, 49(4): 469-479.

ALBERTS, A.C., R.L. CARTER, W.K. HAYES & E.P. MARTINS (2004): Iguanas - Biology and Conservation. - University of California Press, 356 S.

ASPLUND, K.K. (1967): Ecology of lizards in the rilictual cape flora, Baja California. - Amer. Midl. Nat., 77: 462-475.

BAIRD, S.F. & C. GIRARD (1852): Characteristics of some new reptiles in the Museum of the Smithsonian Institution, part 2. - Proc. Acad. Nat. Sci. Philadelphia, 6: 125-129.

BEALOR, M.T. & C.O. KREKORIAN (2002): Chemosensory identificationof lizard-eating snakes in the Desert Iguana, Dipsosaurus dorsalis (Squamata: Iguanidae).

BEHLER, J. L. (1999): First Field Guide. Reptiles. - National Audubon Society, 160 pp.

BENNET, A. & W. DAWSON (1972): Aerobic and anaerobic metabolism during activity in the lizard Dipsosaurus dorsalis. - Journal of Comparative Physiology 81:289–299.

BOSCH, H. & H. WERNING (1991): Leguane. - Natur und Tier- Verlag, Münster, 120 S.

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