Brachypelma klaasi

(SCHMIDT & KRAUSE, 1994)

 

Beschreibung

1991 endeckte Dr. BOEHME das Männchen, 1992 KLAAS das Weibchen von dieser Spezies in der Gegend um Acapulco. SCHMIDT & KRAUSE gaben ihr 1994 den Namen Brachypelmides klaasi, worunter sie lange Jahre bekannt war und zusammen mit B. ruhnaui unter der Gattung Brachypelmides geführt wurde. Auch hier wurde nach molekuargenetischen Untersuchungen die Gattung aufgelöst und die Arten unter der Gattung Brachypelma eingeordnet. Die Art wird laut PETERS rund 7 cm lang. Die Grundfärbung der Tiere ist schwarz. Die Extremitäten sind ab den “Knien” dicht hellrot behaart, genau wie das Abdomen, das aber nur leicht behaart ist. Eine sehr schöne Art.

Verbreitung

Jalisco in der Küstenregion Mexikos. Dieses Habitat ist gekennzeichnet durch extrem trockene Sommer und regenreiche Winter. Bis auf wenige Restbestände sind die Küstenwälder abgeholzt; diese Restbestände stehen unter strengem Naturschutz. Zusätzlich findet man die Art aber auch in Sekundärwäldern und buschigem Gelände. Sie baut tiefe Wohnhöhlen und lebt sehr versteckt. KLAAS berichtet von Jungtieren, die in Trockenrissen gefunden wurden. Die Männchen treibt es in ihrem Wandertrieb auch auf Bäume: mexikanische Biologen fanden ein solches Tier mit frischer Beute in 3 m Höhe kopfüber.

 

Haltung im Terrarium

Terrarium

Standard für Bodenbewohner (30X30x20).

Licht

Ein 25 Watt Halogenspot im Terrarium schafft die nötige Wärme.

Temperatur

Tag 26-29° C, Nacht 18-20° C.

Luftfeuchtigkeit

65-75% Bodenfeuchtigkeit im Versteck.

Bodengrund

Festgedrückte Blumenerde, die man ggfs. mit etwas Sand vermischen kann. Das Substrat braucht nur selten befeuchtet zu werden.

Einrichtung

5-7 cm hoher Bodengrund. Ein gebogenes Stück Korkrinde als Versteck; ein Trinknapf von 7 cm Durchmesser mit einem Stückchen Kork.

Fütterung

Heimchen, Grillen, Zophobas, Mehlwürmer und Schaben.

Zucht

KLAAS berichtet davon, dass 1991 nur zwei Weibchen und vier subadulte Männchen nach Europa gelangten. Ein Weibchen schritt im selben Jahr zur Eiablage, das zweite erst 1993. Im Dezember 1991 schlüpfte die erste Nachzucht. Die Kokons enthalten gut 500-600 Spiderlinge. Mittlerweile hat sich die Art durch diese Pioniertaten in unseren Terrarien etabliert.

 

Literatur

KLAAS, P. (2003): Vogelspinnen

PETERS, H.-J. (2000): Kleiner Atlas der Vogelspinnen, Band 1

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