Brachypelma annitha

TESMOINGT, CLETON & VERDEZ, 1997

 

Beschreibung

Brachypelma annitha wurde 1997 von den französischen Arachnologen Marc TESMOINGT, Frederic CLETON und Jean Michel VERDEZ beschrieben. Laut PETERS wurde sie erstmals von deutschen und/oder tschechischen Hobbyarachnologen Mitte der 1990er Jahre eingeführt. Bis zur gültigen Beschreibung wurde sie aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit mit Brachypelma smithi als Unterart “Brachypelma smithi Acapulco 1” bezeichnet. Die Farben und damit der Kontrast zwischen schwarz und rot sind aber kräftiger ausgeprägt. Zudem ist der Carapax nur bei subadulten Tieren komplett schwarz und lediglich beige umrandet; bei adulten Tieren ist er fast komplett beige und weist ein ähnlich schwarzes Dreieck wie bei Brachypelma emilia auf, allerdings weniger ausgeprägt. Die Art erreicht 7-8 cm Körperlänge.

Brachypelma annitha

Foto: D. Eckardt

Verbreitung

Brachypelma annitha bewohnt laut KLAAS die Berge der Sierra Madre del Sul / Guerrero in einem großen Verbreitungsareal, laut PETERS in derselben Gegend wie Brachypelma boehmei. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 40° C, der Durchschnitt bei 35° C. Nennenswerter Niederschlag fällt nur von Juni bis September. Durch die Nähe zum Pazifischen Ozean steigt die Luftfeuchtigkeit teilweise über 70%. Das Verbreitungsgebiet selbst ist durch Trockengebiete beherrscht, jedoch umgeben von Regenwald.

Verhalten

Die Art ist bodenbewohnend und gräbt nur kurze, flache Höhlen, im Habitat versteckt unter Felsbrocken und Geröllhalden.

 

Haltung im Terrarium

Terrarium

Standard für Bodenbewohner (30X30x20).

Licht

Ein 25 Watt Halogenspot im Terrarium schafft die nötige Wärme.

Temperatur

Tag 28-33° C, Nacht 18-20° C.

Luftfeuchtigkeit

60-80% Bodenfeuchtigkeit im Versteck.

Bodengrund

Als Bodengrund dienen Blumenerde, Kokoshumus oder Lauberde, mit Sand vermischt. Wieder wichtig: gut festdrücken. Das Substrat nur im Versteck feucht halten.

Einrichtung

5-7 cm hoher Bodengrund. Ein gebogenes Stück Korkrinde o.ä. als Versteck. Notwendig ist zudem ein Trinknapf von ca. 8 cm Durchmesser mit einem Stückchen Korkrinde.

Fütterung

Heimchen und Grillen, für adulte Weibchen auch gelegentlich Nacktmäuse.

 

Literatur

KLAAS, P. (2003): Vogelspinnen

PETERS, H.-J. (2000): Kleiner Atlas der Vogelspinnen, Band 1

 

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